Was für ein Glockenspiel!.

Welche Glocken läuten
Am elften Tag des elften Monats, zur elften Stunde, gedenken wir ihrer. Genau um elf Uhr vormittags am 11. November 1918 wurde der Waffenstillstand unterzeichnet und der Krieg, der alle Kriege beenden sollte, war endgültig vorbei.
Dann, 1939, wurde ein größerer Krieg mit weitaus globaleren Folgen bis 1945 geführt. In beiden Kriegen starben unzählige Briten. Wir gedenken ihrer jedes Jahr am 11. November um 11 Uhr, wo immer wir uns auch befinden. Zwei Minuten lang schweigen wir.
Hier auf Kreta findet regelmäßig eine Gedenkfeier in der Souda-Bucht um 13:00 Uhr statt. Da Griechenland zwei Stunden vor Großbritannien liegt, findet die Gedenkfeier hier und in Großbritannien zeitgleich statt. Wenn Sie teilnehmen möchten, sollten Sie um 0:45 Uhr auf dem Kriegsfriedhof der Souda-Bucht sein.
Dieser Gottesdienst dient dem Gedenken an die Männer und Frauen, die in beiden Kriegen ihr Leben gaben, um unser Land und unsere Lebensweise zu schützen. Es geht nicht um Ruhm oder Ehre, sondern allein darum, sie und ihr höchstes Opfer zu würdigen. Sie gaben alles.
Und jedes Jahr sollten wir ihrer in Stille gedenken, in der Stille unserer eigenen Gedanken, damit wir sie nicht vergessen.
Denn wenn wir jemals vergessen, wie sie starben, wie sie litten und welchen persönlichen Mut sie für eine höhere Sache aufbrachten, laufen wir Gefahr, wieder in Krieg und Tod zurückzufallen. Ihretwegen haben wir versucht, eine zivilisiertere Welt zu errichten, eine Welt ohne Krieg.
Ob uns dies bisher gelungen ist, wird immer Diskussionssache sein, aber das ist und war schon immer unser Ziel. Wir, die wir ihrer gedenken.
Im Vorwort seines Gedichtbandes Wilfred Owen , der in den letzten Monaten des Ersten Weltkriegs gefallen war, diese Zeilen:
„Dieses Buch handelt nicht von Helden. Die englische Dichtung ist noch nicht reif genug, von ihnen zu sprechen.
Es handelt auch nicht von Taten oder Ländereien, noch von Ruhm, Ehre, Macht, Majestät, Herrschaft oder Kraft – außer vom Krieg.
Vor allem aber geht es mir nicht um Dichtung.
Mein Thema ist der Krieg und das Leid des Krieges.
Die Dichtung liegt im Leid.“
Hier ist eines der Gedichte, die Wilfred Owen geschrieben hat:
Hymne für die verlorene Jugend
Welche Totenglocken läuten für die, die wie Vieh sterben?
Nur der ungeheure Zorn der Kanonen.
Nur das stotternde Rattern der Gewehre
kann ihre hastigen Gebete ertönen lassen.
Kein Spott mehr für sie; keine Gebete noch Glocken;
keine Stimme der Trauer außer den Chören,
den schrillen, wahnsinnigen Chören heulender Granaten;
und Trompeten, die aus traurigen Grafschaften nach ihnen rufen.
Welche Kerzen mögen ihnen den Weg ebnen?
Nicht in den Händen von Jungen, sondern in ihren Augen
soll der heilige Schimmer des Abschieds leuchten.
Die Blässe der Mädchenstirnen soll ihr Leichentuch sein;
ihre Blüten die Zartheit geduldiger Herzen,
und jede langsame Dämmerung ein Herunterlassen der Jalousien.
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